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Aussichtsreich

auf der Schafalm – das Haus G von ABEL und ABEL Architektur

Autor: Andreas Maurer Fotos: Arnold Pöschl

Architektur ABEL und ABEL Architektur (Barbara Abel, Christoph Abel) Objekt auf der Schafalm – Haus G Kategorie Neubau, Raumklima Fassadenmaterial Lärche geölt Fassadenfirma Holzbau Loike GmbH Adresse Wolfsberg, Kärnten Bauherr Privat Planungsbeginn 07/2014 Fertigstellung 08/2017 Wohnfläche 128 m2 Fotos Arnold Pöschl 

„Lustig war die gemeinsame Vermessung des Grundstückes mit einer 4 Meter langen Stehleiter, bei der wir alle relevanten Höhen und Aussichtspunkte geprüft und optimiert haben“, lässt Architekt Christoph Abel die erste Planungsphase Revue passieren. Behutsam platzierte man schließlich den Holzbau in den Hang und drehte ihn so, dass die bestmögliche Aussicht ins Tal gegeben ist. Einfühlsam, aber bestimmt. Mit zwei horizontalen Linien (Dach und Boden) legt sich das Gebäude in das stark abfallende Gelände. Der Effekt: Die Kubatur tritt in den Hintergrund und spielt in der entfernten Wahrnehmung keine Rolle mehr. Oben wird das Haus durch ein klassisches, jedoch verschränkt und flach geneigtes Satteldach abgeschlossen, das im Westen in ein Vordach übergeht. Eine Brücke zum Wohnraum.

„Die innen sichtbaren, rohen Brettsperrholzelemente zeigen ohne weitere Vorsatzschale die tatsächliche Tragstruktur. Diese Holzbauteile wurden mit einer UV-Schutz-Lasierung behandelt, damit das helle Fichtenholz nicht nachdunkelt. Im bewussten Kontrast dazu wurde der Boden mit einem dunkleren Eichenboden ausgelegt.“ Betreten wird das Haus G über den Essbereich. Anschließend gelangt man über den Wohnbereich, der durch ein Ofenelement getrennt ist, in die Privatzone. Eine große Südterrasse ist für Gäste des Hauses, die Westterrasse wird als Gemüsegarten und als Aussicht vom Bad genutzt.

Die Schlafräume im östlichen Teil erlauben den weiten Blick Richtung Schafweide und Koralm. Innen also optimale Raumnutzung inklusive großzügigem Wohngefühl. Außen: ein Spiel mit Materialien. „Der Stein dient als Abgrenzung der Straße zum Grundstück und ist als Schlichtmauerwerk wie bei einer Abgrenzung zu einer Schafweide zu verstehen. Der Beton bildet den Sockel des Gebäudes und wächst als künstlicher Stein aus dem Hang heraus. Der Holzbaukörper schafft es, über dem Gelände zu schweben.“ Eine erträgliche Leichtigkeit des Seins, möchte man sagen.

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