Aus 100 DEUTSCHE Häuser (Ausgabe 2015/16) – BUY NOW

Flächiges Objekt

Ebenerdiges Domizil auf höchster Stufe

Autor: Manuela Hötzl Fotos: Conné van d’Grachten

Architektur Schenker Salvi Weber Architekten Web www.schenkersalviweber.com Objekt Haus S Kategorie Neubau Fassadenmaterial Sichtbeton Adresse Ehingen Bauherr Privat Planungsbeginn 2010 Fertigstellung 2013 Nutzfläche 283 m 2 Kosten € 780.000,– (brutto) Auszeichnung Beispielhaftes Bauen Alb-Donau- Kreis und Ulm 2007–2013 

Ein Haus ist ein Haus ist ein Haus – so möchte man denken. Doch die Wünsche, Anforderungen und Bedürfnisse von Bauherren unterscheiden sich ebenso wie Grundstücke, Bauordnungen, Budget und mögliche Bauweisen. Für Architekten gilt, möglichst kreativ mit diesen Parametern umzugehen und sie in ein perfekt maßgeschneidertes Haus umzuformen – immer wieder. Im Falle des „Hauses S“ hatten die Architekten Schenker Salvi Weber, ein Trio aus österreichischen und Schweizer Architekten, einen besonders gut vorbereiteten Bauherrn, der sich mit der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts auseinandersetzte und sich sozusagen einen Katalog der besten Bauwerke – und Vorbilder – zusammenstellte.

Diesen legte er den Architekten, die sich zudem einem kleinen Wettbewerb stellen mussten, vor. „So einen engagierten Bauherrn findet man selten“, erklärt Thomas Weber. „Den Vorgaben gerecht zu werden stellte anfangs für uns eine Hürde dar; aber natürlich bietet diese Offenheit für Architektur auch viel Verständnis für ein gutes Raumprogramm.“ Neben dem Anspruch einer modernen, zeitgenössischen Architektur wollte der Bauherr ein ebenerdiges Haus mit mindestens 100 Quadratmeter zusammenhängender Wohnfläche.

Schenker Salvi Weber haben sich von außen nach innen an das Haus angenähert. Vom Grundstück her, mit einem bestehenden Häuschen (das später zur Garage wurde), rundum von kleinteiliger Bebauung umgeben, war die Rücksicht auf den schönen Baumbestand relevant für die Situierung der Villa: weg von der Straße und fast genauso quadratisch ausgeformt wie die Grundstücksfläche. Der Hauptwohnraum Richtung Garten ist mit 4,20 Meter Raumhöhe als eigener Baukörper geformt, und die Terrasse bildet einen Rahmen aus Sichtbeton um die vollflächige Verglasung. Die Architekten sprechen von einem schichtartigen Aufbau des Hauses. Vom Garten bis in die Schlafräume sind die Baukörper ineinandergeschoben und miteinander verbunden, einschließlich eines innen liegenden Hofes im hinteren Bereich. Clevere, einfache Verbindungen, Details und Sichtbeziehungen bestimmen die moderne Atmosphäre der Villa. Nicht zuletzt die ganzheitliche Gestaltung macht das Haus zum Haus.

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