Aus 100 ÖSTERREICHISCHE Häuser (Ausgabe 2016/17) – BUY NOW

Galerie in Wohnkultur

Eine kristallin-metallische Skulptur mit fantastischem Ausblick auf Wien

Autor: Valentin Ladstätter Fotos: Matthias Raiger

Architektur gerner°gerner plus / architekten gerner und partner Web www.gernergernerplus.com Objekt CZART- Einfamilienhaus Kategorie Umbau Fassadenmaterial Alucobond Fassadenfirma Skyframe (Verglasung) Adresse 1170 Wien Bauherr Privat Planungsbeginn 2006 Fertigstellung 2011 Nutzfläche 900 m2 Kosten k. A. Fotos Matthias Raiger (gerner°gerner plus)

Das „CZART-Einfamilienhaus“ im Wiener Bezirk Hernals könnte genauso gut als Schauraum oder Galerie für moderne Kunst durchgehen. Von außen betrachtet wirkt das Gebäude mit dem schimmernden Dach aus Alucobond und den ebenfalls in diesem Material gehaltenen Seitenteilen, als würde es jeden Moment abheben. Im Eingangsbereich fällt ein scheinbar von innen leuchtender roter Kubus auf, in dem Garderobe und WC untergebracht sind. Und tatsächlich beschreiben auch die Architekten Andreas Gerner und Gerda Maria Gerner den Bau nicht als Einfamilienhaus, sondern als „kristallin-metallische Skulptur“ und als „Periskop mit fantastischem Ausblick auf Wien“. Und sie haben recht. Der Ausblick ist atemberaubend. Um diesen voll zur Geltung zu bringen, sind die zur Terrasse und zum Schwimmteich gelegenen Seiten des Hauses im Erdgeschoss verglast. Ein Besucher bekommt so bereits beim Betreten des Hauses vom Eingangsbereich aus durch das Erdgeschoss hindurch eine Ahnung von der Aussicht. Dazu wurde das ursprünglich in den 1980er- Jahren an dieser Stelle errichtete Gebäude von den Architekten auf das Wesentliche reduziert und zugunsten einer beinahe freien Grundrissgestaltung entkernt.

Ehemalige Sichtbehinderungen konnten so entfernt und das Gebäude geöffnet werden. Auf konstruktiver Ebene bildet das massive Untergeschoss die Basis. Hier findet sich weit mehr als nur die Garage mit den drei Stellplätzen. Neben einem gleich dahinter angesiedelten Weinkeller liegt hier auch der luxuriöse Wellnessbereich mit einem eigenen Schwimmbad, einer Sauna, einem Dampfbad und einem Ruhebereich. Eine kleine Terrasse und ein Deckenfenster über dem Becken schaffen eine Tageslichtbrücke zum Freiraum. Gestalterisch wurde auf die Verschmelzung von Möbeln und Gebäude gesetzt. Durch fest eingebaute Möbelobjekte werden Funktionsbereiche definiert und Stauräume geschaffen. Auch dies verstärkt den Eindruck, es mehr mit einer Kunstgalerie als mit einem Wohnhaus zu tun zu haben.

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