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Green S(e)oul

„Skygarden“ statt "High Street": Ein durch und durch grüner Bewegungsraum durch die Stadt.

Autor: Chloe Lau Fotos: Ossip van Duivenbode

Design MVRDV Adresse Rotterdam, Niederlande Space Seoullo 7017 Skygarden Adresse Seoul, Südkorea Planungsbeginn 2015 Fertigstellung 2017 Nutzfläche 9.661 m2
Hier wächst: 52 Pflanzen­familien, darunter Bäume, Sträucher und Blumen. Zurzeit befinden sich auf dem Areal 24.000 Pflanzen aus 240 Gattungen in 645 Gefäßen.

Vollkommene Regenerierung und doch auch eine Erstaufführung ist das Projekt Seoullo 7017. Bei einer Sicherheitsinspektion wurde 2006 festgestellt, dass die Hochstraße für eine Befahrung mit schweren Fahrzeugen keine Sicherheit mehr garantieren kann. Statt sie abzureißen, entschied sich die Stadt Seoul für eine etwas andere Lösung – gradewegs wurde anvisiert, die 9.661 Quadratmeter große Fläche zur Fußgängerzone umzufunktionieren.

Zwei Jahre investierten MVRDV aus Rotterdam in diese Metamorphose. Seit Mai 2017 steht der daraus entstandene „Skygarden“ nun der Welt offen. Die Vision: Ein durch und durch grüner Raum, eine Art Bibliothek, die koreanische Pflanzengattungen beherbergen soll. Über 24.000 Stück von 240 Gattungen. Die Sammlung soll dabei laufend durch Ansetzen neuer Pflanzen erweitert werden. Eine alphabetische Anordnung entlang der 938 Meter langen Straße und die Einteilung der Gewächse in angrenzende Nachbarschaften verleihen eine Atmosphäre der Struktur und Strategie. Stiegen, Aufzüge, Rolltreppen und kleine Brückenbauten führen allesamt zum ehemaligen Highway. Durch die Zone wird der Hauptbahnhof im Westen mit dem ältesten und größten Markt Koreas – Namdaemun – im Süden verbunden. Für den Tourismus der Stadt bedeutet das mehr als nur einen neuen Blickfang auf der Karte.

Oft mit der New Yorker High Line verglichen, verleitet Seoullo 7017 Besucher wie Anrainer dazu, Seoul als pulsierende, holistische Stadt zu sehen. Nachts gelingt dann erneut die Verwandlung. Mit seinen blau-lila Lichtern entlang der Pflanzen und an den Seitenfronten zeigt sich der Park als avantgardistische Ebene – eine Etage höher. Die intensiven Lichtimpulse bilden einen wunderbaren Kontrast zum übrigen Stadtbild. Von oben betrachtet gleicht das Pflanzenparadies so der Hauptschlagader der Metropole.

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