Aus 100 ÖSTERREICHISCHE Häuser (Ausgabe 2016/17) – BUY NOW

Himmel auf Erden

Die Klinkersteine wiederholen im Kleinen die Quaderform des großen Ganzen

Autor: Robert Ziffer-Teschenbruck Fotos: Günter Laznia

Architektur heim+müller architektur dornbirn Web www.heim-mueller.at Objekt EFH Böhler Kategorie Neubau Fassadenmaterial Sichtmauerwerk Fassadenfirma C.S. Schürch, Au/SG (Schweiz) Adresse Wolfurt Bauherr Thomas Böhler Planungsbeginn 05/2006 Fertigstellung 12/2007 Nutzfläche 173 m2 Kosten EUR 500.000,– Auszeichnungen austrian brick and roof award 2009/2010 (1. Preis; Kategorie Einfamilienhaus) Fotos Günter Laznia

Ein Haus am Hang 4.0.: Die Idee, ein Haus auf einem Steilhang zu errichten, ohne Erdmassen zu bewegen, um die natürliche Landschaft gänzlich in ihrer Form zu erhalten, ist ein hehres Ziel. „Der kubusförmige Baukörper scheint vom Himmel gefallen zu sein“, bemerken die Architekten. Und in der Tat: Edel, minimal und doch in jedem Detail luxuriös, ist damit der Himmel auf Erden geschaffen worden. Einfach ist hier nichts. Das außergewöhnliche Haus begeistert auch den Bauherrn von Anfang an, denn das Innenleben lässt den Kubus außen völlig vergessen. Betreten wird das Gebäude vom obersten Stock. Fortan muss man sich für die Wohnräume hinunterarbeiten. Im ersten Untergeschoss wird gewohnt, gekocht und entspannt. Eine große Glasfront gewährt bei zahlreichen Stunden Sonnenlicht einen großartigen Ausblick über das Rheintal, die Schweizer Alpen und den Bodensee. Vor allem Gemütlichkeit wird in diesem Stock großgeschrieben.
Den Sonnenuntergang genießt man am besten bei einem Gläschen Wein im Außenpool auf der hölzernen Terrasse. Im zweiten Untergeschoss befinden sich die Schlafräume, die durch ihre isolierte Lage einen perfekten Ort für Ruhe und Erholung bieten.

Doch nicht nur der Ausblick beim abendlichen Poolgang ist atemberaubend, auch das Sichtmauerwerk als Außenfassade ist ein Blickfang. Die Entscheidung dafür fiel den Architekten leicht. „Einerseits verlangte die exponierte Lage des Baukörpers nach einer außergewöhnlichen Fassade, andererseits wiederholtjeder einzelne Klinkerstein im Kleinen die Quaderform des großen Ganzen“, so die Architekten. Das Ungewöhnliche des Einfamilienhauses ist also bereits am Äußeren ablesbar. Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem aufgeschlossenen Bauherrn wurden der Kreativität der Architekten keine Grenzen gesetzt. Und auch die Behörden waren aufgeschlossen und „sogar sehr interessiert daran, dass an dieser Stelle ein einzigartiges und unverwechselbares Projekt entsteht“.

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