Aus 100 DEUTSCHE Häuser (Ausgabe 2015/16) – BUY NOW

Lichtes Holzstück

Kontrastprogramm aus Massivholz

Autor: Manuela Tomic Fotos: Samuel Danke / VELUX Deutschland

Architektur DANKE Architekten, Michael Danke Web www.danke-architekten.de Objekt Livingtube Kategorie Neubau, Passivhaus, Holzbau Fassadenmaterial / Fassadenfirma Faserzementplatten Eternit Adresse k. A. Bauherr Privat Planungsbeginn 2008 Fertigstellung 2011 Nutzfläche 97 m 2 Wohnfläche + 25 m 2 Nutzfläche/Garage Kosten k. A. Auszeichnungen Holzbaupreis NRW 2013; Holzbaupreis Eifel 2012

Der „Livingtube“ ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was seine Bauherren bis dahin gewohnt waren. Architekt Michael Danke und seine Frau lebten 25 Jahre in einem Bauernhaus aus dem Jahr 1840. „Die Wände waren ganz dick, die Räume und Fenster sehr klein, es gab wenig Sonne, und dadurch waren die Räume sogar im Sommer kühl“, erklärt Michael Danke.

Irgendwann kam die Idee für etwas Neues: Ein Gegenstück musste her. „Wir sehnten uns nach Wärme, großen Räumen und mehr Licht.“ Seine Frau habe ihm beim Entwurf alle Freiheiten gelassen, sagt Danke, und so entstand ein in sich geschlossenes einheitliches Holzhaus in kubischer Gestalt und mit Lofträumen, die in Röhrenform gehalten sind. Dachflächenfenster durchfluten das Bad mit Sonne. Es gibt es noch eine hölzerne Terrasse nach Süden und einen Garten. Das Haus wirkt im Inneren warm, offen und herzlich, trotz der von außen sehr aufgeräumten, klaren und schlichten Struktur.

Das Massivholzhaus ist zudem besonders nachhaltig. Alle Elemente bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, und es hat eine CO 2 -Bindung von 100 Prozent. „Ich bin gelernter Maurer und habe lange gebraucht, um zu erkennen, welche Qualität das Massivholzhaus besitzt“, sagt Danke. Das Holz als Material passt sich zudem der modernen Bauweise perfekt an. „Die Einstoffigkeit, die ungeheure Wärme, der Duft des Holzes, aber auch die Modernität und Einfachheit erfreuen uns jeden Tag“, erzählt der Architekt. Das Haus fügt sich in seiner äußeren Gestalt auch gut in die direkte Umgebung ein. Es besitzt sozusagen einen Regenmantel, der „schuppenartig“ vor nassen Wetterbedingungen schützt. Diese Bauweise ist in der Eifel, wo das Haus steht, sehr üblich, erklärt Danke. Als Ganzes ist der „Livingtube“ definitiv ein Gegenstück zum alten Bauernhaus, mit dem sich Architekt Danke und seine Frau ihren eigenen Wohntraum erfüllt haben.

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