Aus 100 ÖSTERREICHISCHE Häuser 2018 – BUY NOW

Mensch und Maschine

Das Baumhaus von Söhne & Partner Architekten und BEST(un)BUILT im Burgenland

Autor: Marc Peschke Fotos: Markus Kaiser

Architektur Söhne & Partner Architekten, BEST(un)BUILT Objekt Baumhaus Kategorie Neubau Fassadenmaterial Holzlattung vertikal, gestockter Sichtbeton Fassadenfirma Johann Hums GmbH Adresse Neusiedler See, Burgenland Bauherr Privat Planungsbeginn 05/2014 Fertigstellung 10/2015 Nutzfläche 71 m2 Fotos Markus Kaiser

„Ein Bauwerk muss sich immer dem Dialog stellen: mit seiner Umgebung und mit den Menschen, die es nutzen.“ So bringen die Wiener Architekturbüros beim Baumhausprojekt ihre Bau-Philosophie auf den Punkt und so entstehen unter der Leitung der Architekturbüros Söhne & Partner und BEST(un)BUILT einzigartige Lösungen, wie etwa das Baumhausprojekt im Burgenland. Baumhaus – das klingt nach einem Rückzugsort aus Kindertagen, einem Refugium hoch über dem Boden. Nach den Genüssen weiter, idyllischer Ausblicke, nach dem Wind und nach dem Rauschen der Blätter. Hier ist diese Idee in die Gegenwart transponiert: Das Baumhaus ist nämlich auch eine extravagante Garage, die aus einem James-Bond-Film stammen könnte. Es ist ein geheimnisvoller und überraschender Holzbaukörper – ein vieleckiges Parkdeck zwischen den alten Bäumen des Grundstücks mit einer straßenseitigen Garageneinfahrt über eine vorgelagerte Brücke und großflächigen
Glasportalen.

Über die Außenstiege wird die topografische Hanglage geschickt genutzt und eine Verbindung zum darunterliegenden Gartenbereich geschaffen. Die Tragkonstruktion der Garage als zentrale Stütze bildet somit die ästhetische Verbindung zum Terrassen- und Wohnbereich des Geländes. Das neu interpretierte Baumhaus schafft nicht nur Platz für mehrere PKWs, einen Sanitärraum und Stauraum, sondern mit seiner auskragenden Baumkrone auch eine Überdachung, einen neuen, schützend-behaglichen Ort auf der Terrassen-Ebene. Und so ist diese Architektur nicht nur ein ästhetisches Ereignis, sondern auch ein multifunktionaler Bau, der eine Erweiterung des Terrassenbereichs miteinschließt. „Wir wollten von dieser unteren Ebene den Eindruck entstehen lassen, dass das Baumhaus selbst den Baum darstellt, auf dem es gebaut wird – ein Baum und ein Baumhaus für Mensch und Maschine“,resümieren die Architekten.

Processing...
Thank you! Your subscription has been confirmed. You'll hear from us soon.
Newsletter
ErrorHere