Aus 100 working SPACES (Ausgabe 2017 / 2018) – BUY NOW

Postmoderne

DAS HEADQUARTER DER ÖSTERREICHISCHEN POST IN WIEN

Autor: Manuela Hötzl Fotos: Lukas Schaller

Design Schenker Salvi Weber Architekten, Wien, mit feld72, Wien Objekt Post am Rochus Space Österreichische Post AG, Wien Kategorie Neubau Adresse Rochusplatz 1, 1030 Wien, Österreich Planungsbeginn 2013 Fertigstellung 2017 Nutzfläche 47.300 m2 Kosten EUR 52,6 Mio. Ausstattung customized Neudoerfler 

2013 konnten die Architekten Schenker Salvi Weber mit feld72 den Wettbewerb für die neue Unternehmenszentrale der Post AG im 3. Bezirk in Wien für sich entscheiden. Im September 2017 wurde das fast 50.000 Quadratmeter große Bürogebäude den Nutzern übergeben. Neben allen Post-eigenen Flächen, wie großräumigen Büros, Filiale, Foyer, Presse- und Konferenzzentrum oder Logistikflächen, sind im Unter-, Erd- und erstem Obergeschoss noch rund 20 Lokale und Geschäfte integriert. Strukturell umschließt das siebengeschossige Bürohaus das gesamte polygonal geschnittene Grundstück und verbindet nun den Marktplatz mit dem dahinter liegenden Park. Das bestehende Gebäude, aufgrund der Art-déco-Fassade aus den 1920er-Jahren denkmalgeschützt, wird über ein Atrium mit dem Neubau verbunden. Dieser Zwischenraum ist nicht nur Erschließung, sondern hat besondere räumliche Qualitäten: Helligkeit, Leichtigkeit in der Materialität, schmale Brücken und viele Durchblicke machen die Erschließung innen zu einer kommunikativen Begegnungsfläche – und inszenieren die Zweiteiligkeit von Alt und Neu.

Die besondere Herausforderung sind die unterschiedlichen Raumhöhen, die ebenfalls in der Zwischenzone „aufgefangen“ werden. Der angeschlossene Neubau ist weniger stringent; ab dem zweiten Geschoss sind dort Großraumbüros situiert. Die Zonierung, Einrichtung und das Corporate Design wurden ebenfalls vom Architektenteam Schenker Salvi Weber mit feld72 entworfen. Alle sechs Bürogeschosse sind als Großraum konzipiert, Fokusräume für Einzelpersonen oder Kreativräume für bis zu vier Personen bilden die Zonierung in den Büros, entweder als freistehende Glasboxen oder mit raumhoch verglasten Wänden. Für die 1.100 Mitarbeiter stehen im gesamten Haus 980 Arbeitsplätze zur Verfügung. In den Büros wird die zweiseitige Wirkung der Fassade besonders deutlich. Außen bilden die Betonfertigteile ein großes Raster, das durch den Verlauf vom rechtwinkeligen zum konischen Zuschnitt eine leichte Bewegung, je nach Standort und Blickwinkel anders, entwickelt. So entstehen trotz Großraum variantenreiche Räume und Zonen. Gleichzeitig ergeben sich durch die raumhohen Verglasungen großartige Ausblicke in drei Richtungen zur Stadt und den Innenhöfen. Für die Architekten stand die kontextuelle Entwicklung im Fokus, um eine „elegante, zeitlose und hochwertige Architektur zu schaffen“.

Hier arbeitet: Die Österreichische Post ist mit einem Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro der führende Logistik- und Postdienstleister im Land. Von rund 21.700 österreichweiten Mitarbeitern arbeiten um die 1.000 in der Post am Rochus.

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