Aus 100 ÖSTERREICHISCHE Häuser (Ausgabe 2016/17) – BUY NOW

Schmuckkästchen im Hinterhof

In Salzburg steht eine spezielle Symbiose aus Holz, Kupfer und Lehm

Autor: Valentin Ladstätter Fotos: David Schreyer

Architektur strobl architekten Web www.stroblarchitekten.at Objekt Haus Montfort – der Zubau Kategorie Zubau, Niedrigenergiehaus / Passivhaus, Holzbau Fassadenmaterial Hinterlüftete, voroxidierte Kupferplatten (TecuBond) Adresse Salzburg Bauherr Christina und Christian Pummerer Planungsbeginn 09/2010 Fertigstellung 05/2013 Nutzfläche 90 m2 Kosten k. A. Fotos David Schreyer

Beim Zubau des „Hauses Montfort“ kann man auf den ersten Blick kaum glauben, dass es sich im Grunde um ein einfaches Holzhaus handelt: Scheint die Sonne, glänzen die voroxidierten Kupferplatten, die das Haus als schützende Haut komplett umschließen. Und auch von innen betrachtet bleibt der weiche Holzkern des Hauses dem Auge verborgen, da es vom Erdgeschoss bis zum Dachboden mit speziellen Lehmbauplatten verkleidet wurde. Zusammen mit dem Fußboden aus Lehmkasein ergeben sie ein besonders wertvolles Raumklima.

Dass hier, in Salzburg Stadt, diese spezielle Kombination aus Holz, Kupfer und Lehm überhaupt notwendig geworden war, hat mit dem Bestandshaus zu tun: Dieses war vor etwa 15 Jahren gebaut worden und ließ keinen direkten Anbau zu. Die Architekten Strobl konzipierten deshalb einen auch als selbstständige Einheit bewohnbaren Zubau. Das neu entstandene, leicht geschwungene Element dient heute als Refugium für die Eltern der Bauherren.

Im Erdgeschoss befindet sich eine Einliegerwohnung, während im Obergeschoss ein Rückzugsort mit Schlafzimmer, Bad und Sauna geschaffen wurde. Zwischen dem alten und dem neuen Haus wurde mittels eines verglasten Raums ein lichtdurchflutetes Atrium geschaffen. Im Obergeschoss verbindet eine Glasbrücke den Kinderbereich mit dem neuen Elternwohnraum.

Dass heute der Zubau wie ein Schmuckkästchen neben dem Bestandshaus in der Sonne glänzt, sei auch den Bauherren zu verdanken, erzählen die Architekten. Denn die ließen sich von scheußlichen Witterungsverhältnissen und sturmbedingten Wassereinbrüchen nicht entmutigen. In nur wenigen Monaten war der Zubau samt innovativen technischen Einbauten – etwa übergroße Faltschiebeläden – erledigt. Für die Familie beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt.

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