Aus 100 FERIEN Häuser – Schwerpunkt Deutschland (Ausgabe 2017) – BUY NOW
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Steiermark × 100 Häuser

100-Häuser-Architektour

Autor: Manuela Hötzl Fotos: Reinhard Lamm / Harry Schiffer / Steiermark Tourismus

UNSER TIPP:
Für all jene, die sich im Sommerurlaub nicht zwischen Berg, See und Wein entscheiden wollen: Die Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“ führt vom Dachstein im Norden über 548 Kilometer quer durch Mur das waldreichste Bundesland Österreichs bis in das Thermenland im Südosten der Steiermark. Von hochalpin bis thermal lässt sich die Vielfalt der Steiermark so ganzheitlich erleben.

Die Wanderroute gibt es hier

Kultur, Kulinarik und Baukultur in der Steiermark

Die Steiermark punktet mit landschaftlicher Vielfalt: Von hochalpinen Bergen, glasklaren Seen, tiefgrünen Weingärten über das erholsame Thermengebiet bis zu anregenden Städtchen bietet das südliche Bundesland in Österreich vor allem außergewöhnliche Naturerlebnisse. Allein das Dachsteingebiet gewährt mit seinen 1.000 Quellen, 300 Bergseen und 100 Wasserfällen kühle Erfrischung und Abwechslung bei Wanderungen oder Radtouren. Im Gesäuse kommen Bergsteiger und Wildwasserbezwinger gleichermaßen auf ihre Kosten und im Ausseerland – Salzkammergut lässt sich der Urlaub an einem der zahlreichen Seen verbringen. Das Wasser spielt aber auch im Süden der Steiermark eine ganz besondere Rolle. Im Thermenland Steiermark setzt man auf die heilende Wirkung von Äpfeln, Kürbisöl, Heublumen und Hochmoorerde – und natürlich auf die entspannende Wirkung des steirischen Thermalwassers.

 

100-Häuser-Architektour

Architektur & Wein: Wir empfehlen fünf Weingüter und Höfe von höchster architektonischer wie kulinarischer Qualität. Im entsprechenden Rahmen mit Blick in die Weinberge genießt man hier nicht nur ein gutes Glas Wein – auch die regionalen Produkte aus eigener Erzeugung wie Fruchtsäfte, Edelbrände oder Öle ergänzen das vielfältige Angebot.
Und das alles mit 100 Prozent Design.

WEINGUT BULLMANN

Durchblicke eröffnen sich auf dem Weingut Bullmann. Direkt an der Südsteirischen Weinstraße liegt die neue Vinothek des Traditionsguts. Beide Stirnseiten des Hauses wurden von Architekt Hermann Eisenköck in Glas gefasst. So fällt der Blick, von der Straße kommend, direkt in das kleine Wirtschaftsgebäude. Der Innenraum öffnet sich hingegen vollständig in die umgebenden Weinberge. Eine überdachte Terrasse ergänzt das begrenzte Raumangebot und lädt zum entspannten Verweilen und Verkosten ein.

Foto: Markus Kaiser

WEINGUT ERWIN SABATHI

Erwin Sabathi wurde nicht nur als Winzer des Jahres, sondern auch als Bauherr ausgezeichnet. Mit dem Architekten Igor Skacel konzipierte er den „Weinkeller der kurzen Wege“. Im optimierten Wegekonzept gelangen die angelieferten Trauben – im freien Fall – in die Pressen und von dort in die Gärtanks und den Fasskeller. Eine Analogie zu den Eichenholzfässern stellt die hölzerne Fassade dar. Das Sortiment wird nicht nur im Verkaufsraum präsentiert – im privaten Weingarten kann es auch gleich verkostet werden.

Foto: Erwin Sabathi GmbH

LOGIS125

Ein langgestreckter Hof mit Satteldach und mit Holzschindeln verkleidet. Typisch für die Steiermark. Architekt Albert Köberl von koeberl doeringer architekten hat diese Merkmale aufgegriffen und für das Gasthaus LOGIS125 adaptiert. Hinter der schwarzen Eternit-Fassade stehen vier Zimmer mit zehn Betten, eine Lounge und ein Wellnessbereich für Gäste bereit. Im dazugehörigen Hofladen kann Wein aus eigener Produktion, aber auch Produkte aus der Region verkostet und gekauft werden. Genuss vor Ort und zum Mitnehmen.

Foto: LOGIS125 | Quadroptik

WEINGUT WUTTE

Ein Raum, eine Terrasse, eine Küche. Die Buschenschank auf dem Weingut WUTTE ist eine eher zurückhaltende. Reduziert – aber trotzdem nicht zu übersehen, denn der strategische Planer Markus Spitzbart kleidete den Heurigen von der Hauskante bis in den Spitzgiebel komplett in graue Tondachziegel. Das Steildach und die Materialwahl geben dem Heurigen bereits äußerlich Identität. Im Innenraum entsteht durch die spitz aufragende Dachform ein kontemplativer, fast kirchlicher Charakter. Weingenuss zum Anbeten.

Foto: Markus Spitzbart

ÖLMÜHLE FANDLER

Hochwertig, ursprünglich und rein. Die Öle der Familie Fandler und der Neubau der Ölmühle haben vieles gemein. Kein Zufall – haben doch die Architekten von EPPS den Leitsatz des Traditionsunternehmens baulich umgesetzt. Hochwertige Materialien wie Eichenholz, Metall und Beton wurden so ursprünglich wie möglich belassen. Das Reinheitsgebot wird hingegen in der klaren Formensprache repräsentiert. Die Devise: Es ist, was es ist. Reichhaltig ist es auf alle Fälle. Ob nun das steirische Bio-Kürbiskernöl oder die repräsentative Architektur.

Foto: Ölmühle Fandler GmbH

Architektour mit Weingenuss in der Südsteiermark

Die hügelige Steiermark, eines der jüngeren Weinbaugebiete Österreichs, weist ideale Voraussetzungen sowohl für sonnenhungrige Reben als auch für erholungsbedürftige Städter auf. Erzherzog

Johann hat die französischen Reben dort eingeführt, weil ihn die Landschaft an Südfrankreich erinnerte. Natürlich hat sich das landschaftliche Bild seit Johanns Zeiten verändert – aber mit dem gestiegenen Anspruch und der Nachfrage nach Qualitätswein ist auch zeitgenössische Architekturproduktion bei den Weinbauern angekommen. Das Image des Weines wird genauso gepflegt wie Design. Viel zu schön, um kurz zu bleiben.

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