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Wasser allgegenwärtig

„South Gate Peninsula“: Das 135 Hektar große, neue Stadtgebiet in Budapest

Autor: Andreas Maurer Fotos: Klima Renderings Snohetta / Filippo Bolognese

Design Snohetta / lnnsbruck Space Budapest South Gate Masterplan Budapest, Ungarn Planung 2018 on going Nutzfläche rund 135 ha Bauherr KKBK (Centre of Key Government lnvestments) Kooperation Besch und Partner, Feldkirch

Soll man über Projekte berichten, die sich noch in der Planungsphase befinden? Ja, wenn es sich dabei um Entwürfe wie jenen zur „South Gate Peninsula“ in Budapest handelt. Auf einem 135 Hektar großen ehemaligen Industriegebiet im Süden der ungarischen Hauptstadt soll ein neues Stadtviertel aus dem Boden beziehungsweise dem Wasser gestampft werden. Denn im Gegensatz zum Rest der Stadt wird der Donau hier (dank einem kontrollierten Wasserstand) keine trennende, sondern eine verbindende Eigenschaft zukommen.
Kanäle reichen weit in das neue Stadtviertel hinein und bilden eine Halbinsel und so einen Kontrapunkt zur berühmten Margareteninsel flussaufwärts. Feuchtgebiete sorgen für die ökologische Wasseraufbereitung und können von den zukünftigen Bewohnern der South Gate Peninsula zu Fuß oder per Fahrrad erlebt werden. Sportbegeisterte dürfen auch mit dem Kajak durchpaddeln. Selbst die Gebäude der neuen Stadt stehen in enger Verbindung mit dem blauen Strom, sei es durch direkten Kontakt oder Blickbeziehungen. Landschaftsarchitektur wird hier als wesentlicher Bestandteil des Städtebaus verstanden.

Bereits 1989 machte Snohetta auf sich aufmerksam, als es die große Alexandria-Bibliothek in Ägypten neu konzipierte. 2004 widmete man sich dem Bau des einzigen Kulturgebäudes an der Gedenkstätte des World Trade Centers in New York. Das Besondere bei Snohetta: Es ist ein Ort, von dem niemand kommt, an den aber jeder gehen kann. Denn es handelt sich dabei um ein Architekturnetzwerk beziehungsweise einen kollaborativen Architektur- und Landschaftsworkshop. In ihren Projekten verschreiben sich die mehr als 240 Mitarbeiter aus 32 verschiedenen Nationen vor allem der sozialen Interaktion und der kollektiven Stärkung der Gemeinschaft – so auch bei der Planung der neuen „Südstadt“ in Budapest. Egal, ob zu Wasser oder an Land, alle Bereiche sind durch Brücken, Wege oder Wasserstra.en miteinander verbunden. Autoverkehr ist zwar erlaubt, der Fokus liegt aber auf Fußgängern und Radfahrern. Zentrum der City werden die gro.e Markthalle, gefüllt mit verschiedenen kulturellen und öffentlichen Funktionen, und ein riesiger Stadtplatz sein. Ziegel und .hnliche Materialien erinnern an das industrielle Erbe des ehemaligen Industriegebietes und schaffen eine verbindende Kohärenz, obwohl alle Geb.ude von verschiedenen Designteams realisiert werden. Einheit trotz Diversität eben. Und so wird dem fließenden Wasser und der urbanen Dichte der Stadt eine unverwechselbare Identit.t verliehen. In den nächsten Monaten gibt es weitere Gespräche mit Anrainern und der Stadt. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

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